Unser Kaffeehaus

Leidenschaft, Tradition & Begeisterung

Guter Kaffee braucht Erfahrung und Leidenschaft!

Wie alles begann!


Die Leidenschaft für Kaffee habe ich viele Jahre als Hobby gepflegt. Als gelernte Uhrmacherin habe ich für mich das Thema Kaffee durch Zufall wiederentdeckt. Kurz nach der Wende brachen die Reparaturaufträge der Kunden weg, das Wegwerf-Zeitalter der Uhrentechnik war angebrochen und ich musste mich beruflich neu orientieren.

Meine spätere Tätigkeit in einem Kaffeetechnik-Unternehmen ermöglichte mir die Recherche über die sächsische Kaffeekultur, die allgemeine Marktsituation des Kaffeesektors und die internationalen Trends der handwerklichen Rösterszene, welche sich in den USA im Kontrast zu den Großröstereien wieder etablierte. Der gesundheitliche Aspekt des Genussmittels Kaffee beschäftigte mich ebenfalls.

Nach und nach verstand ich, welche Nische bzw. Chance sich für mich eröffnete. Ich fing an zu reisen um Seminare bzw. Praktika zu absolvieren und zukünftige Rösterkollegen zu besuchen. Aus diesen Erfahrungen reifte der Wunsch der eigenen Rösterei. Der Weg dorthin war steinig. Die Hürden waren die Finanzierung und die behördlichen Genehmigungen.

Ganze 2 Jahre sollte es dauern bis ich in Moritzburg mit 12 pm Röstereifläche, und einem Röstpodest im Gastraum, im Landhof zu Moritzburg starten konnte. 6 Säcke Rohkaffee waren mein Anfangsbestand, die Verpflichtung für das Restaurant und den Hofladen zu rösten war ein entspannter Anfang im September 2007. Ich baute mir zusätzlich ein Händlernetz auf.

Aber wie überzeugt man den potentiellen Kunden von einem Produkt, dessen Qualität man der Packung nicht ansieht und dessen Preis ausgerechnet dazu noch fast doppelt so teuer ist? Der Aha-Effekt des Kostens war für mich die Lösung. Dies konnte ich jedoch in Moritzburg nicht umsetzen. Persönlich stand für mich der Neubeginn mit einer Schaurösterei fest. Privat zog es mich nach Chemnitz. Die alten Fabrikgebäude waren es, welche mich in ihren Bann zogen.

Als ich in Wüstenbrand dann noch die entsprechenden Räumlichkeiten fand, stand mein Entschluss fest. Ein Zentrum für Genussmenschen sollte entstehen! Ein gediegenes Kaffeehaus auf höchstem Niveau. Dafür musste ich meinen Anteil am elterlichen Haus verkaufen, ein schmerzlicher Moment. Anfang April 2009 war die Eröffnung, meine Kaffeerösterei war damit wieder die erste in Süd-West-Sachsen seit der Zwangsverstaatlichung im Jahr 1972.

Firmenphilosophie

Mein Ziel ist es seit Gründung der Rösterei, eine neue traditionsverpflichtete und auch moderne sächsische Kaffeemarke am Markt zu etablieren. Aus diesem Grund ist auch eine eigene Marke als Kaffeefee Sachsen angemeldet und eingetragen worden.

Ziel meiner Tätigkeit ist außerdem, die qualitätsbewusste sächsische Kaffeekultur durch Herstellung hochwertiger Spezialitätenkaffees wieder zu beleben. Mit meinen Produkten spreche ich die ständig steigende Zahl der Verbraucher an, welche sich zunehmend an Regionalität, nachvollziehbarer Produktion und transparenter Produktzusammensetzung orientieren. Aus diesem Grund gibt es neben meinen konventionellen Kaffeesorten eine zweite Linie direkt gehandelter Spitzenkaffees, welche durch transparente Handelswege, faire Bezahlung der Bauern und Unterstützung im Ausbau der Infrastruktur hinsichtlich medizinischer Versorgung, Zugang zu Bildung und Maßnahmen zum Umweltschutz, überzeugen.

Nach der erfolgreichen Einführung des nachhaltig kultivierten  Spezialitätenkaffees Guatemala Lampocoy in meiner Rösterei im Jahr 2013 werde ich zunehmend das Kaffeeangebot in diese Richtung erweitern. Die Auswahl der Rohkaffees basiert hierbei entsprechend meiner Firmenphilosophie auf folgenden Kriterien:

  • hochwertige Qualität
  • ökologischer Anbau
  • sozial gerechte Preise und ökonomische Tragfähigkeit für die Bauern
  • Ausbau der Infrastruktur im Anbaugebiet

Neben diesen verankerten Auswahlkriterien hat sich bei meiner Suche nach Rohkaffee ein Prinzip verankert, nach dem ich in meiner Kaffeerösterei von Anfang an gerne handle – dem Prinzip der Verbindung zwischen Genuss und gesundheitlicher Unbedenklichkeit. Aus diesem Grund werden bei uns ausschließlich hochwertigste Arabica-Kaffees im schonenden Langzeitröstverfahren, sorgsam geröstet.

Der Röstprozess

In meiner Röstanlage, dem Herzstück meiner Schaurösterei, wird Kaffee chargenweise handwerklich geröstet. Es werden Mengen von max. 6/12 kg pro Röstung verarbeitet. Über individuelle Steuerungskriterien wird nach Anforderung des Rohkaffees die Qualität des Endproduktes Röstkaffee geschaffen. Somit kann ich auf kleinste Unterschiede beim Rohprodukt reagieren und ein für die Aromenbildung notwendiges optimales Röstergebnis erzielen.

Die Röstdauer beträgt zwischen 13 und 20 Minuten, je nach Anforderung. Moderate Rösttemperaturen um die 200°C lassen einen vollaromatischen und bekömmlichen Spezialitätenkaffee entstehen. Die chemischen Umwandlungen des langsamen Röstprozesses sorgen für den Abbau der unbekömmlichen Säuren, die entstehenden Aromen haben eine Bandbreite unglaublicher Vielfalt. Riechen und schmecken Sie diese bei einer Tasse Kaffee in unserem Kaffeehaus! Seit Juni 2016 bin ich Mitglied der deutschen Röstergilde. In meiner Schaurösterei finden regelmäßig Kaffeeseminare für Reisegruppen und interessierte Kaffeegenießer statt, das Kaffeehaus lädt zum Genießen und Probieren ein.

Unser Verkauf und was Sie erwartet!

Das Sortiment unseres Ladens an unterschiedlichsten Kaffees, ob sortenrein oder gemischt, wird durch viele andere Manufakturwaren ergänzt. Gebäck aus Meisterhand, italienische Pralinen, Schokolade von choco del sol, leckere Marmeladen und Schnäpschen und vieles mehr präsentieren wir überall im Kaffeehaus. Utensilien zur perfekten Kaffeezubereitung, Kaffeevollautomaten der Marke Nivona, Porzellan und sächsische Souvenirs bereichern das Sortiment. Und für die gründliche Beratung ist immer Zeit. Stellen Sie sich ihre individuellen Präsente selbst zusammen oder folgen Sie unseren Vorschlägen. Ob Einzelanfertigung oder große Stückzahl – alles ist möglich!